Bekenne Farbe am Johannistor!

Es ist in Jena berühmt berüchtigt: das Johannistor.

Mit seinen rund 20 Metern Höhe und direkt im Zentrum als Teil der Fußgängerzone ist es kaum zu übersehen, hindurch zu gehen traut sich jedoch trotzdem kaum ein Student. Warum das so ist? Ein alter Aberglaube besagt, wer durch dieses Tor läuft, fällt anschließend durch seine Klausuren. Ob das so stimmt kann man an dieser Stelle natürlich nicht mit absoluter Sicherheit sagen, dass Risiko einzugehen diesen Aberglauben zu testen, trauen sich nur die Wenigsten.

Das man dieses Tor also nur auf eigene Gefahr durchqueren sollte, kann einem jeder Student in Jena bestätigen, doch wie sieht es eigentlich mit der Geschichte hinter dem Johannistor aus?

Im 14. Jahrhundert bildete es einen Teil der alten Stadtmauer, heute ist es das einzige noch weitgehend erhaltene Stadttor. Zu dieser Zeit war es Teil der Wehranlage rund um Jena, besaß aber gleichzeitig auch handels- und verkehrstechnische Funktionen, da hierüber der Handelsverkehr auf der Ost-West-Achse kontrolliert wurde. So war es zum Beispiel das wichtigste Eingangstor für den Handelsweg aus Erfurt.

Der Name des Johannistores ergab sich übrigens aus der angrenzenden Johannisvorstadt, die ihren Namen wiederum von der sich dort befindlichen Johanniskirche verliehen bekam.

 

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